Der Begriff stammt ursprünglich aus der Hirnforschung. Dort beschreibt er Netzwerke von Nervenzellen, die durch ihre Verbindungen und Wechselwirkungen gemeinsames Verhalten hervorbringen.
Übertragen auf Organisationen wird daraus ein kraftvolles Bild: Unternehmen, Teams oder Märkte funktionieren nicht nur über Hierarchie und Anweisung. Sie entwickeln Verhalten aus Vernetzung, Kommunikation und Rückkopplung.
Entscheidungen, Informationen, Erfahrungen und Erwartungen hängen zusammen. Eine Veränderung an einer Stelle kann an anderer Stelle eine Wirkung entfalten, die vorher nicht vollständig absehbar war.
Genau deshalb lassen sich komplexe Organisationen nicht vollständig planen oder linear steuern. Sie reagieren nicht wie Maschinen. Sie entwickeln Muster aus ihrem Zusammenspiel.
Organisationen funktionieren weniger wie Apparate – und mehr wie lebendige Netzwerke.
