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WOCHE DER PROKRASTINATION

Der Bandlkramer – Aufschieben bis zum bitteren Ende

Eine alte bayerische Erzählung – neu erzählt. Und verblüffend aktuell, wenn es ums Aufschieben geht.

Der Bandlkramer vertröstet den Tod – Allegorie auf Aufschieben

Der Tod klopft an die Tür

Drinnen sitzt der Bandlkramer, Händler für Bänder und Schnüre. Doch wie so oft hat er gerade keine Zeit.„Gleich“, ruft er, „gleich komm’ ich mit. Aber schau, erst die roten Bandln – die müssen ordentlich liegen.“

Der Tod nickt, setzt sich, wartet. Als die roten sortiert sind, fällt dem Bandlkramer ein: „Die blauen! Ein Chaos. Nur einen Augenblick.“ So vergeht eine Stunde. Ein Tag. Ein Jahr.

Frei nach einer bayerischen Volkserzählung. Der Stoff ist gemeinfrei – die Nacherzählung ist neu.

Patron der Aufschieber

Der Bandlkramer lebt, was viele kennen: verschieben, vertrösten, verhandeln. Er hält sogar den Tod hin – wie wir die Steuer, den Zahnarzt, das Gespräch mit dem Chef. Alles ist wichtig, nur nicht das Eigentliche.

Witzige Alltagsklassiker

Warum wir aufschieben

Prokrastination ist selten Faulheit. Meist ist es Angst: vor Anstrengung, vor dem Scheitern, vor dem Urteil anderer. Also schaffen wir Ersatzhandlungen – Bandln sortieren – und nennen es „busy“.

Die Wende: Ein Bild statt Druck

Nicht noch ein Zeitmanagement-Trick. Hilfreicher ist ein Zukunftsbild: keine 50 Seiten, sondern ein klarer Satz, eine kurze Geschichte, ein Horizont. Es verschiebt die Perspektive von „Muss“ zu „Will“.

Mini-Plan gegen Aufschieberitis

1) 10-Satz-Skizze

Schreibe in zehn Sätzen auf, wie „gut“ in sechs Monaten aussieht. Keine Prosa, klare Bilder. Fertig ist die Spur.

2) Pomodoro mit Purpose

25 Minuten nur die eine Sache. 5 Minuten Pause. Vier Durchgänge. Davor notieren: „Wozu mache ich das?“ – der Mini-Sinn macht den Start leichter.

3) MVP statt Meisterwerk

Erste Version in 60 Minuten. Unfertig ist erlaubt, Feedback ist gewünscht. Perfekt kommt später.

4) Frist mit Publikum

Sage laut an, was du bis wann lieferst. Öffentlichkeit schlägt Ausrede.

Fazit

Den Tod kann man nicht ewig auf der Bank sitzen lassen. Das Leben auch nicht. Wer ein Bild hat, fängt an – und braucht keine Bandln mehr zu sortieren.

Aktivierende Frage: Welche Aufgabe würdest du heute nicht mehr „auf morgen“ vertagen, wenn du dem Bandlkramer über die Schulter schauen würdest?

Zukunft wird aus Mut gemacht.

Ein Tag, ein Zukunftsbild – Klarheit, Richtung, Energie. Lass uns reden.

Zukunftscall mit Tom

Über Viewfromthehill

Ich bin Tom Hill. Unternehmer, Sparringpartner, Zukunftsbild-Entwickler. Mit meiner Unternehmensberatung in Darmstadt begleite ich Führungskräfte und Unternehmer dabei, in nur einem Tag ein klares, kraftvolles Zukunftsbild zu entwickeln – deinen Kompass in einer Welt, die sich radikal verändert. Kein Papierkrieg, kein Beraterjargon. Stattdessen Klarheit, Richtung und Energie für mutige Entscheidungen. Denn: Zukunft wird aus Mut gemacht.